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Satzlehre & Layout · München · est. 1997 Titelei001
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Satzspiegel · Grundlinie · Typografie · Druck

Von der ersten Linie bis zum druckfertigen Bogen.

InDesign wird leicht, sobald der Satzspiegel steht. Hier lernst du, wie du Seiten auf ein Raster stellst, Text ruhig setzt und am Ende eine Druck-PDF lieferst, die sauber durchläuft.

Auflage
seit 1997
Umfang
32 Ratgeber
Werkstätten
6

Der Satzspiegel ist der bedruckte Bereich einer Seite. Er legt Ränder, Spalten und Grundlinien fest, bevor das erste Wort steht. Wer ihn sauber aufbaut, gewinnt Ruhe: Überschriften sitzen, Bilder rasten ein, Seiten wirken wie aus einem Guss.

Genau hier setzen die Ratgeber an. Sie erklären Musterseiten, Absatzformate und Export in konkreten Klicks, damit du nicht mehr an Details schraubst, sondern gestaltest.

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§ 01 · Prinzip

In Spalten denken, nicht in Seiten.

Jede gute Seite steht auf einem unsichtbaren Gerüst aus Spalten und Grundlinien. Blende es einmal ein und du siehst, warum Abstände und Kanten plötzlich zusammenpassen.

Grundlinienraster

Ein Grundlinienraster zwingt jede Textzeile auf dieselbe unsichtbare Linie. Über Spalten hinweg stehen die Zeilen dann auf gleicher Höhe, auch wenn Schriftgrößen wechseln.

Der Trick ist ein gemeinsamer Zeilenabstand: Wähle einen Grundwert und leite Überschriften und Bildunterschriften als Vielfaches davon ab. So bleibt der Satz ruhig, egal wie voll die Seite wird.

Spalten geben dem Auge einen Weg. Zwei oder drei schmale Spalten lesen sich oft besser als eine breite, weil die Zeile kurz genug bleibt, um sie ohne Ermüdung zu fassen.

§ 03 · Werkzeug

Stell den Satzspiegel selbst ein.

Schriftgrad, Zeilenabstand und Spaltenzahl verändern, wie ein Text liest. Dreh an den Reglern und sieh zu, wie sich der Block umbricht, ohne dass etwas bricht.

17 px
1,60
Spalten

17 px · 1,60 · 2 Spalten

Guter Satz fällt nicht auf. Er trägt den Inhalt, ohne sich vorzudrängen. Ein zu großer Grad wirkt laut, ein zu kleiner strengt an. Der richtige Zeilenabstand gibt jeder Zeile Luft, ohne den Absatz auseinanderzureißen.

Probier es aus: Setz den Grad auf achtzehn, öffne den Durchschuss und schalte auf drei Spalten. Der gleiche Text liest sich sofort anders, ruhiger oder dichter, je nachdem, was die Seite verlangt.

§ 04 · Inhaltsverzeichnis

Der Index.

Alle 32 Ratgeber, nach Werkstatt geordnet und mit Folio versehen. Klick dich zur Seite, die du brauchst.

§ 05 · Ablauf

Vom Entwurf zum Druck.

Sechs Schritte, immer dieselbe Reihenfolge. Wer sie einhält, spart sich Korrekturschleifen und böse Überraschungen in der Druckerei.

  1. 01 Konzept Format, Umfang und Ziel klären.
  2. 02 Satzspiegel Ränder, Spalten und Grundlinie festlegen.
  3. 03 Satz Text auf Formate und Musterseiten stellen.
  4. 04 Bild & Farbe Bilder verknüpfen, Farben definieren.
  5. 05 Preflight Verknüpfungen, Anschnitt und Schriften prüfen.
  6. 06 Druck-PDF Nach PDF/X exportieren und verpacken.

§ 06 · Werkstatt

Erst der Satzspiegel, dann die Idee. Wer das Raster im Griff hat, gestaltet freier, nicht enger.

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